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Schwarznuss

Wirkung, Anwendung, Studien | Wo kaufen?

Die Schwarznuss ist in Deutschland kaum bekannt, was allerdings sehr schade ist. Hat sie doch hervorragende Eigenschaften, die nicht nur bei Schmerzen Linderung versprechen, sondern auch Würmern und Parasiten den Garaus machen. Selbst bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen soll die Schwarznuss helfen, was wissenschaftlich jedoch noch nicht bestätigt wurde. 

Dennoch wird schon seit Jahrhunderten von den Indianern in der Naturheilkunde für die vielfältigen Beschwerden eingesetzt. Insbesondere als Tinktur wird dabei die Schale der Schwarznuss verwendet und sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt.

Wirkung & Anwendung

Tanine, wie sie in der Schwarznuss enthalten sind, können eine schnelle Hilfe bei Schmerzen sein und auch Schwellungen sollen mit ihnen schneller abklingen. Allerdings ist in diesem Bereich noch keine Studie speziell zu den Taninen in der Schwarznuss durchgeführt worden. Dennoch kann man davon ausgehen, dass sie bei Schwellungen und Schmerzen für eine Linderung sorgen, da Tanine insgesamt bereits gut erforscht sind.

Zudem soll die Schwarznuss auch bei anderen Beschwerden ein wichtiger Helfer sein. Bei der Blutreinigungund zur Entgiftung sowie bei Bluthochdruck wird der kleinen Nuss eine hilfreiche Wirkung zugeschrieben. Durch die Inhaltsstoffe ist sie zudem auch anthelminitisch (wurmabtötend), antiparasitär, antiseptisch und blutstillend. Durch die guten Eigenschaften hat die Schwarznuss in der Kräuterheilkunde nicht nur einen guten Ruf, sondern ist darin fester Bestandteil.

Auch in der Küche ist die Schwarznuss ein unverzichtbarer Genuss. Sie kann nicht nur als Snack dienen, sondern auch geraspelt oder gemahlen zum Kochen und Backen genutzt werden. Selbst als Tee und Tinktur sie die Schwarznuss anwendbar.

Innerliche Anwendung der Schwarznuss Tinktur

Wichtig bei der innerlichen Einnahme der Tinktur ist allerdings, dass diese nur auf nüchternen Magengenommen werden sollte. In der Regel sollte die Einnahme der Schwarznuss Tinktur vor dem Essen erfolgen. Zudem ist es von Bedeutung, dass die Tinktur in mehreren gleichen Schlucken, über einen Zeitraum von etwa 15 Minuten getrunken werden sollte.

Besonders empfohlen wird allerdings auch, dass die Tinktur bzw. Mixtur als Kur eingenommen wird. Diese kann durchaus über ein Jahr erfolgen, wenn Parasiten damit abgetötet werden sollen. Auch alle Familienmitglieder sowie Haustiere (außer Katzen) können mit der Tinktur behandelt werden.

Um die Kur durchzuführen, ist folgendermaßen vorzugehen:

Tag 1: 1 Tropfen Schwarznuss Tinktur in 125 ml Wasser geben und schluckweise über einen Zeitraum von 15 Minuten trinken.

Tag 2: 2 Tropfen Schwarznuss Tinktur in 125 ml Wasser geben und schluckweise über einen Zeitraum von 15 Minuten trinken.

Bis zum 5. Tag täglich einen Tropfen Schwarznuss Tinktur mehr in die 125 ml Wasser geben, sodass am 5. Tag 5 Tropfen Tinktur in 125 ml Wasser getropft werden.

Vom 6. Bis 16. Tag sollen 2 Teelöffel Tinktur in 100 ml Wasser gegeben werden. Wer mehr als 70 kg wiegt, sollte 2,5 Teelöffel in 100 ml Wasser mischen.

Ab dem 16. Tag ist es ausreichend nur noch 1 Mal pro Woche eine Tasse mit 250 ml Wasser und 2 Teelöffeln (bzw. 2,5 Teelöffel bei Personen mit mehr als 70 kg) Schwarznuss Tinktur zu trinken.

Wird die Schwarznusskur bei Kindern durchgeführt, sind hier natürlich andere Dosierungen empfohlen:

Bis zum 5. Tag ist die Dosierung bei Kindern und Erwachsenen gleich. Erst ab dem 6. Tag ändert sich die Dosierung folgendermaßen:

Babys bis 6 Monate sollten ¼ Teelöffel Tinktur mit ¼ Tasse Wasser trinken.

Vom 6. Monat bis zum 6. Lebensjahr wird ½ Teelöffel Tinktur auf ¼ Tasse Wasser empfohlen.

Vom 6. bis zum 10. Lebensjahr kann schon 1 Teelöffel Schwarznusstinktur mit ¼ Tasse Wasser getrunken werden und

vom 11. bis zum 16. Lebensjahr 1,5 Teelöffel mit ¼ Tasse Wasser vermischen und schluckweise trinken.

 

Äußerliche Anwendung der Schwarznuss Tinktur

Die Schwarznuss Tinktur kann auch zur äußerlichen Anwendung genutzt werden. Hier soll sie sehr gut bei Herpes, Warzen oder Ringflechten helfen. Um diese zu behandeln, werden einige Tropfen der Tinktur auf einen Wattepad getropft und die betroffenen Stellen damit abgerieben. Die Behandlung sollte einmal am Tagerfolgen. Empfehlenswert ist die Anwendung am Abend, da sie in der Nacht gut in die Haut einziehen kann.

Studien

Leider liegen zu der Schwarznuss bisher kaum Studien vor, die deutlich belegen, welche Vorteile sie auf den menschlichen Körper hat. Denn ist sie in der traditionellen Heilmethode wie auch in der Kräuterheilkundeschon seit vielen Jahrhunderten ein bewährtes Mittel gegen zahlreiche Beschwerden.

In einer Studie aus dem Jahr 2011 wurde jedoch herausgefunden, dass die Schwarznuss das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich verringern konnte. Hierzu wurden 36 Teilnehmern für 30 Tage täglich 30 Gramm verabreicht. Dabei stellte sich zum einen heraus, dass der Verzehr der Nüsse nicht zu einer Gewichtszunahme führte und zum anderen, dass die Fettsäurezusammensetzung der Erythrozytenmembranen günstig beeinflusst wurden. Dies heißt, dass das Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung gesenkt wurde.

Nebenwirkungen

In der Regel erfolgen durch die Einnahme der Schwarznuss Tinktur keine Nebenwirkungen. Dennoch kann es natürlich auch bei pflanzlichen Mitteln zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Insbesondere Menschen, die allergisch auf Nüsse reagieren, sollten diese Tinktur nicht verwenden, da es zu Hautausschlägen, Juckreiz und Atemnot führen könnte.

Auch Schwangere und stillende Mütter sollten auf eine Einnahme verzichten.

Zudem kann es auch mit anderen Medikamenten in Kombination zu Wechselwirkungen führen, weshalb vor der Einnahme von Schwarznuss immer der behandelnde Arzt zurate gezogen werden sollte.

 

Inhaltsstoffe

Die Schwarznuss hat jede Menge Inhaltsstoffe, die für den menschlichen Organismus von großer Bedeutung sind. Neben Aminosäuren wie Leucin und Arginin sind auch ätherische Öle in der Nuss enthalten. Zudem beinhaltet sie folgende Stoffe:

  • Alkane
  • Beta Carotin
  • Fette und Fettsäuren
  • Fettsäuren
  • Jod
  • Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium, Kupfer, Mangan
  • Naphthochinonfarbstoffe
  • Polyphenole
  • Vitamin E

Insbesondere die sekundären Pflanzenstoffe, wie auch die ätherischen Öle der Schwarznuss sind in der alternativen Medizin eine große Hilfe bei Problemen mit dem Verdauungstrakt. Sie sollen die Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen und zudem auch das Herz-Kreislauf-System vor Erkrankungen schützen können, wie in Studien belegt wurde.

Geschichte und Herkunft 

Die Schwarznuss, die zu der Familie der Wallnussgewächse zählt, wächst auf dem Schwarznussbaum, der in Nordamerika beheimatet ist. Sie ist essbar und das Holz des Baumes wird als Nutzholz verwendet. In Europa eher als Zierbaum bekannt, auch wenn er eine Höhe von bis zu 30 Metern aufweisen kann. Das Fruchtfleischdes Schwarznuss, deren botanischer Name Juglans nigra lautet, wird in Amerika zur Speiseeisherstellung wie auch bei Backwaren verwendet.

Ursprünglich kommt der Schwarznussbaum aus dem Osten von Nordamerika und ist in dieser Region weit verbreitet. Doch auch in unseren Regionen hat sich die Schwarznuss angesiedelt, nachdem um 1900 einige Versuche, nahe des Rheins, unternommen wurden. Hervorragende Bestände finden sich beispielsweise in Bensheim, Lampertheim, Colmar und Breisach wie auch in Philippsburg und Straßburg. Ganze Wälder hingegen gibt es in Europa nicht, da der Schwarznussbaum kleine Gruppen bevorzugt. Damit der Baum prächtig gedeihen kann, muss der Boden einen pH-Wert zwischen 5 und 7 aufweisen und zudem lehmig und feucht sein. Kurzzeitige Überflutungen machen der Schwarznuss nichts aus, sondern sie profitiert davon.

 

Herstellung der Schwarznusstinktur

Zwischen September und Oktober sind die Schwarznüsse reif. Dann, wenn die Schale nicht mehr grün, sondern gelblich ist, wird die Nuss geerntet. In der Regel fallen die meisten Nüsse vom Baum und müssen nur noch eingesammelt werden. Nun muss das Nussinnere von der Schale befreit werden, was nicht ganz einfach ist, da die Schale sehr hart ist. Hierzu werden die Schalen auf einem harten Untergrund behandelt, allerdings so vorsichtig, dass das Nussinnere nicht beschädigt wird.

Danach werden die Nüsse aus der Schale genommen und werden in kaltem Wasser gereinigt. Nach der Reinigung werden die Nüsse bei 20 bis 22 Grad schonende getrocknet. Diese Trocknung dauert etwas zwei bis drei Tage bzw. nach dieser Zeit wird die Nuss nochmals einer Trocknung von zwei Wochen unterzogen. Somit wird die gesamte Feuchtigkeit aus den Nüssen gezogen, was wiederum heißt, dass die Nuss intensiver schmeckt und auch eine festere Konsistenz hat. Nun erfolgt die Schälung der Nüsse und die dünne Haut wird dazu von den Nüssen entfernt. Wahlweise wird die Schwarznuss nun als Nuss im Handel verkauft oder sie wird zu Pulver oder einer Tinktur verarbeitet.

Für die Tinktur wird jedoch nur die Schale der Schwarznuss benötigt. Diese wird zerkleinert in ein großes Gefäß gegeben. Die zerkleinerten Schalen der Schwarznuss werden dann, im Verhältnis 1:2 mit einem 32%igem Alkohol aufgefüllt und drei Wochen ruhen lassen. In regelmäßigen Abständen geschüttelt ist die Tinktur nach etwa drei Wochen fertig, wenn die Schalen herausgefiltert wurden.

Schwarznuss kaufen

Was ist beim Kauf der Schwarznuss zu beachten?

Beim Kauf der Schwarznuss muss natürlich auf die Herstellung geachtet werden. Idealerweise wurde die Herstellung der Tinktur in Deutschland durchgeführt, da hier nicht nur hohe Qualitätsansprüche, sondern auch scharfe Richtlinien gelten. Zudem kann anhand der Etikettierung leicht festgestellt werden, ob noch weitere Inhaltsstoffe in der Tinktur vorhanden sind.

Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Kauf von Schwarznuss Tinktur ist, dass auf einen Händler seines Vertrauens zurückgegriffen wird.

 

Fazit

Die Schwarznuss ist ein hervorragender Helfer bei Parasiten. Doch auch, um den Blutdruck zu senken, bei Magen-Darm-Beschwerden oder bei Herpes und Warzen kann die Schwarznuss ein wichtiger Helfer sein.

Auch wenn noch nicht viele Studien bezüglich der Wirkung durchgeführt wurde, sollte man sich ein wenig auf die alternative und traditionellen Heilmethode besinnen, in der die Schwarznuss ein fester Bestandteil ist. Hier wird sie vor allem bei Beschwerden im Verdauungstrakt eingesetzt. Zudem sind die hervorragenden Inhaltsstoffe bei Schmerzen und Schwellungen eine guter Helfer und können Linderung verschaffen.

Als Snack zum Knabbern vor dem Fernseher oder als Tinktur ist die Schwarznuss immer empfehlenswert, wenn man die Darmflora im Gleichgewicht halten möchte.

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Natur-Institut Autor

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Unser Autor R. S. ist Diplom Medienwirt (M.A.) und hat an der Universität Siegen studiert. Durch Zusatzqualifikationen zum Maschinenbautechniker und technischen Redakteur konnte er sich ein umfassendes Wissen rund um Maschinen, Anlagen und Sensoren aneignen. Sein Hauptberuf ist das Verfassen von Betriebsanleitungen, Arbeitsbeschreibungen, Produktdatenblätter und Informationsbroschüren. Die dort notwendigen Qualifikationen der genauen Recherche und der verständlichen Formulierung setzt er auch gewinnbringend bei seiner Autorentätigkeit ein. 
Die freiberufliche Autorentätigkeit übt er seit 2013 aus. Die genaue Recherche von Informationen, das Aufbereiten von Sachverhalten und die Formulierung zu gut lesbaren Texten ist ihm eine Leidenschaft. Zum Thema „Manuka Honig“ ist Herr S. über seine Freiberuflichkeit gestoßen und konnte bereits hunderte gut recherchierter und exzellent formulierter Texte zu diesem Thema abliefern. Glasklare, unmissverständliche Informationen, gewürzt mit interessanten Hintergrund-Informationen, pfiffigen Tipps und einer kleinen Prise Wortwitz sind das Rezept, welche die Texte von Herrn S. so erfolgreich machen. Wir arbeiten seit zwei Jahren mit Herrn S. zusammen und freuen uns nach wie vor jedes Mal auf´s Neue auf seine Beiträge. 

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