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Glucosamin

Inhaltsstoffe, Wirkung, Studien | Wo kaufen?

Aus dem Stoff Glucosamin entsteht die Struktur sowie die Flexibilität des Gelenkknorpels, was heißt, dass er unabdingbar ist und zur Erhaltung der Gelenkgesundheit zwingend benötigt wird. 

Doch auch wenn die Gelenke bereits angegriffen sind, kann Glucosamin die wichtigen Prozesse fördernund so die Gelenke wieder flexibler machen. Im Körper wird Glucosamin, durch die Verbindung Glutamin, einer Aminosäure und Fructose-6-phosphat, hergestellt und ist somit ein Aminozucker. Damit die Heilung von Gelenkknorpel gefördert werden kann, wird er in der Medizin oft in Kombination mit Chondroitin eingesetzt und kann auch bei Arthritis und Arthrose Linderung verschaffen. Durch die hervorragenden guten Ergebnisse bei Studien wurde Glucosamin auch als Arzneimittel zugelassen.

Inhaltsstoffe

Glucosamin wird in der Regel vom Körper selbst hergestellt. Doch leider gibt es auch Menschen, bei denen die körpereigene Produktion nicht ausreicht und der Stoff so von außen zugeführt werden muss. Dies ist allerdings nicht sehr einfach, da er in den Lebensmitteln so gut wie gar nicht vorhanden ist. Allerdings ist Glucosaminsulfat vorhanden, welches ebenfalls ein wichtiger Helfer ist.

Vor allem in knorpelhaltigem Fleisch oder in den Panzern von Krustentieren ist der Stoff vorhanden. Wer aber isst schon Knorpel oder Panzer der Krustentiere? Also bleibt einem fast nichts anderes übrig, als Glucosamin in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einzunehmen.

 

Wirkung & Anwendung

Welche Bedeutung hat Glucosamin für die Gelenke?

Glucosamin ist ein wichtiger Bestandteil der Knorpelstruktur und hilft, die Beweglichkeit zu verbessern. Auch Entzündungen, wie sie etwa bei Arthrose der Fall sind, können deutlich vermindert und so die Schmerzengelindert werden. Zudem können die Schäden wieder teilweise repariert werden. Bei der Einnahme von Glucosamin in Kapsel- oder Tablettenform können laut Studien und Erfahrungsberichten die Gelenke nach etwa 3 bis 6 Monaten wieder beweglicher sein und die Entzündungen und Schmerzen werden von Monat zu Monat geringer. Um die Knorpeldicke zu verbessern, sollte allerdings mit einer Einnahme von mindestens 18 Monaten gerechnet werden.

Knorpel ist zwar nicht durchblutet, dennoch ist es lebendes Gewebe und erneuert sich permanent. Allerdings geht dieser Prozesse sehr langsam vonstatten, und damit ein beschädigtes Gewebe geheilt werden kann, dauert es etwa 3 Monate.

Damit die Knorpelaufbaustoffe in die Gelenkflüssigkeit sowie zum Knorpel gelangen und dann am Gelenk einmassiert werden können, ist aber nicht nur Glucosamin wichtig. Gerade eine gesunde Ernährung ist für diesen Prozess unabdingbar und auch Bewegung ist ein wichtiger Aspekt, damit die Stoffe auch gut ins Gelenk einmassiert werden können. Ohne Reibung können diese nicht optimal in das Gelenk vordringen.

Je älter man wird, desto weniger wird von dem Enzym Glucosaminsynthase gebildet. Dieses ist jedoch verantwortlich dafür, dass die Bestandteile von Glucosamin, also Glutamin und Fructose-6-Phosphat, in den Knorpelzellen zusammengeführt werden. Wird das Gelenk dann nicht mit genügend Glucosamin versorgt, wird der Knorpel instabil und rissig und es kann zu Arthrose oder anderen Gelenkerkrankungen führen.

Studien

Zu Glucosamin wurden weltweit bereits zahlreiche Studien durchgeführt. Sie konnten fast alle belegen, wie gut der Stoff auf die Gelenke wirkt. Aus diesem Grund ist Glucosamin auch als Arznei zugelassen und kann somit bei Gelenkkrankheiten sehr gut eingesetzt werden.

Leider hat das Ärzteblatt einen Artikel herausgebracht, der nur die halbe Wahrheit sagt und zudem aussagt, dass Glucosamin vollkommen unwirksam bei Arthrose und Gelenkerkrankungen ist. Orthopäden sind erschüttert und reagierten sofort darauf. Doch der Artikel im Ärzteblatt ist noch immer zu finden und wird nach wie vor noch immer von den Menschen geglaubt. Wer allerdings lesen möchte, was wirklich in dieser angegebenen Studie steht, sollte sich diesen Artikel anschauen, der etwas ganz anderes aussagt.

Außerdem wurde in Langfriststudien belegt, dass der natürliche Verschleiß von Knorpel gehemmt werden konnte. Nach etwa zwei Jahren Einnahme konnte bei Patienten, die Glucosamin eingenommen hatten, eine deutliche Verbesserung gegenüber den Patienten festgestellt werden, die kein Glucosamin eingenommen hatte.

Mittlerweile sind durch die positiven Ergebnisse der Untersuchungen weitgehend bekannt, dass Arthrose vorgebeugt werden kann, wenn Glucosamin eingenommen wird. Zudem wird in Studien auch belegt, dass die Einnahme über einen längeren Zeitraum erfolgen muss, bis es zu einer optimalen Wirkung kommen kann.

Besonders die Cochrane Studien (Cochrane Collaboration) gelten hierbei als besonders zuverlässig, da die ein globaler Zusammenschluss von Medizinern und Forschern ist.

 

Dosierung & Einnahme

In den meisten Studien wurde eine Tagesdosis von 1.500 Milligramm Glucosaminsulfat verabreicht. Dabei sind in 1.500 Milligramm Glucosaminsulfat insgesamt 1.200 Milligramm reines Glucosamin enthalten. Allerdings ist die Angabe auf der Verpackung in Deutschland freiwillig, sodass man nicht genau sagen kann, wie viel Glucosamin sich in den Tabletten oder Kapseln befindet. Zudem besteht auch das Problem, dass die Deklaration nicht immer sehr genau ist und somit auch weitere Stoffe wie etwa Kaliumchlorid enthalten sein können. Auch sind Präparate auf dem Markt, die Glucosaminsulfat oder Glucosamin Hydrochlorid enthalten und es somit auch hier schwer wird, den reinen Glucosamin Anteil zu erhalten.

 

Wer sollte Glucosamin nicht einnehmen?

Glucosamin ist besonders gut verträglich und kann praktisch von jedem eingenommen werden. Allerdings sollten Menschen, die eine Allergie gegen Krustentiere haben, bei der Einnahme Vorsicht walten lassen. Denn das Glucosamin, welches in Tabletten und Kapseln enthalten ist, wird in der Regel aus dem Chitin-Panzer der Krustentiere hergestellt. Somit sollte der Körper genau beobachtet werden. Allerdings soll eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit bestehen, dass Allergene nicht darin enthalten sind.

Auch Schwangere sollten vielleicht auf die Einnahme verzichten, da hier noch keine Langzeitstudien gemacht wurden und keine Aussagen auf Nebenwirkungen getroffen werden können.

Zur Insulinresistenz können ebenfalls keine sicheren Aussagen gemacht werden, da es unterschiedliche Ergebnisse in den Untersuchungen gibt.

Wer Glucosamin einnehmen möchte, sollte dies daher mit dem behandelnden Arzt abklären.

 

Glucosamin kaufen

Beim Kauf von Glucosamin ist vor allem darauf zu achten, dass die Deklaration ausreichend ist. Denn nicht alle Hersteller vermerken genau, wie viel reines Glucosamin in den Kapseln oder Tabletten enthalten ist, da diese Angaben freiwillig sind. Zudem sollte bei der Deklaration auch darauf geachtet werden, dass keine weiteren Zusatzstoffe enthalten sind.

Wer Glucosamin benötigt, sollte unbedingt mit seinem behandelnden Arzt Rücksprache halten, der sicher ebenfalls ein Medikament empfehlen kann. Um vorzubeugen, ist neben dem Kauf von Glucosamin auch eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung erforderlich.

Glucosamin Arten

Glucosamin gibt es in drei verschiedenen Verbindungen. Zum einen wäre es Glucosaminsulfat, zum anderen Glucosamin HCL und weiter noch N-Acetylglucosamin.

 

Glucosaminsulfat

Glucosaminsulfat ist weltweit erforscht und es wurden sehr gute Ergebnisse damit erzielt. Der größte Teil der Untersuchungen befasst sich daher mit D-Glucosaminsulfat, da es sich bei diesem Stoff um recht große Moleküle handelt. Der Aminozucker tut sich allerdings beim Transmembran Transport schwer und ist somit auf Transportmechanismen angewiesen, was in mehr als 90 Prozent der Sulfatverbindungen der Fall ist. Allerdings sind Sulfate auch schweflige Stoffe, was einen großen Vorteil hat, da sie leichter in das Gewebe eindringen können. Dies heißt gleichzeitig auch, dass Glucosaminsulfat eine sehr hohe Bioverfügbarkeit hat.

 

Glucosamin HCL

Glucosamin HCL bzw. D-Glucosamin-Hydrochlorid hat sehr gute Bindeeigenschaften, was bedeutet dass der Glucosamin Anteil wesentlich höher sein, als bei anderen Verbindungen. Allerdings wurden hier noch relativ wenige Studien durchgeführt, die außerdem auch nicht die erhoffte Wirkung zeigten. Dennoch wird der Stoff von verschiedenen Herstellern genutzt.

 

N-Acetylglucosamin

N-Acetylglucosamin ist eine Verbindung von Essigsäure und Glucosamin, die allerdings kaum genutzt wird, da die Bioverfügbarkeit deutlich geringer ist, als in den anderen beiden Stoffen. Auch von der Wissenschaft wird N-Acetylglucosamin kaum beachtet.

Fazit

Glucosamin ist für die Gelenke definitiv eine gute Wahl. Dabei kann nicht nur vor Erkrankungen vorgebeugtwerden, sondern auch chronische Beschwerden wie Arthrose oder Arthritis können mit Glucosamin gelinder werden. Durch die entzündungshemmende Wirkung kann effektiv gegen die Entzündung vorgegangen werden. Allerdings und das sollte nicht vergessen werden, benötigt Glucosamin mindestens 2 bis 3 Monate, damit es wirken kann. Zudem benötigt ein geschädigtes Gelenke mindestens 3 Monate, bis es wieder heilen kann. Daher sollten Glucosamin Kapseln immer über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Nicht zu vergessen ist bei der Einnahme von Glucosamin auch, dass der Stoff nur unterstützend wirkt und eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung nicht ersetzen kann.

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Unser Autor R. S. ist Diplom Medienwirt (M.A.) und hat an der Universität Siegen studiert. Durch Zusatzqualifikationen zum Maschinenbautechniker und technischen Redakteur konnte er sich ein umfassendes Wissen rund um Maschinen, Anlagen und Sensoren aneignen. Sein Hauptberuf ist das Verfassen von Betriebsanleitungen, Arbeitsbeschreibungen, Produktdatenblätter und Informationsbroschüren. Die dort notwendigen Qualifikationen der genauen Recherche und der verständlichen Formulierung setzt er auch gewinnbringend bei seiner Autorentätigkeit ein. 
Die freiberufliche Autorentätigkeit übt er seit 2013 aus. Die genaue Recherche von Informationen, das Aufbereiten von Sachverhalten und die Formulierung zu gut lesbaren Texten ist ihm eine Leidenschaft. Zum Thema „Manuka Honig“ ist Herr S. über seine Freiberuflichkeit gestoßen und konnte bereits hunderte gut recherchierter und exzellent formulierter Texte zu diesem Thema abliefern. Glasklare, unmissverständliche Informationen, gewürzt mit interessanten Hintergrund-Informationen, pfiffigen Tipps und einer kleinen Prise Wortwitz sind das Rezept, welche die Texte von Herrn S. so erfolgreich machen. Wir arbeiten seit zwei Jahren mit Herrn S. zusammen und freuen uns nach wie vor jedes Mal auf´s Neue auf seine Beiträge. 

Quellenangabe

Pelletier JP et al., Combined chondroitin sulfate and glucosamine for painful knee osteoarthritis: a multicentre, randomised, double-blind, non-inferiority trial versus celecoxib, Annals of the Rheumatic Diseases, Januar 2016, Jan;75(1):37-44. doi: 10.1136/annrheumdis-2014-206792. Epub 2015 Jan 14.

Clegg D et al, Glucosamine, Chondroitin Sulfate, and the Two in Combination for Painful Knee Osteoarthritis, The New England Journal of Medicine, 2006; 354:795-808

Vidyasagar S, Mukhyaprana P, Shashikiran U,et al., Efficacy and Tolerability of glucosamine chondroitin sulphate – methyl sulfonyl methane (MSM) in osteoarthritis of knee in Indian patients, Iran J Pharmacol Ther 2004;3:61-5, (Die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Glucosamin Chondroitinsulfat – Methylsulfonylmethan

Usha PR et al, „Randomised, Double-Blind, Parallel, Placebo-Controlled Study of Oral Glucosamine, Methylsulfonylmethane and their Combination in Osteoarthritis“, Clin Drug Invest, Juni 2004

Stuber K, Sajko S, Kristmanson K. Efficacy of glucosamine, chondroitin, and methylsulfonylmethane for spinal degenerative joint disease and degenerative disc disease: a systematic review. Journal of the Canadian Chiropractic Association. 2011 Mar;55:47-55. PubMed PMID: 21403782

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