Seite auswählen

Aronia

Anwendung, Wirkung und Rezepte

Auf den ersten Blick ist sie eine unscheinbare, kleine Beerenfrucht. Bei genauerer Betrachtung jedoch ist die Aroniabeere – kurz: Aronia – ein kleines Kraftpaket. Und das insbesondere in gesundheitlicher Hinsicht. In Osteuropa ist die heilende Wirkung der Aronia bereits seit über 50 Jahren bekannt, hierzulande nimmt ihr Erfolg erst jetzt so richtig Fahrt auf. 

Aronia wirkt hocheffektiv gegen alle Herz-Kreislauferkrankungen, gegen Störungen im Blutfluss und der Blutgerinnung sowie gegen entzündliche Erkrankungen aller Art.

Folgen Sie uns in die faszinierende Welt der Aronia, deren vitalfördernden und anti-entzündlichen Eigenschaften von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg bereits nachgewiesen wurden.

Anwendung & Wirkung

Ein Segen für Herz-Kreislauf-Kranke: Für die lebensmittelverarbeitende Industrie ist die Aroniabeere schon lange ein Thema, und zwar als Farbstoff für Joghurts & Co. Doch die Frucht allein darauf zu reduzieren, wäre völlig falsch. Vor allem in Osteuropa erkannte man schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts die heilende Wirkung der Aronia, zum Beispiel bei Herz-Kreislauferkrankungen, aber auch bei Infektionen, Arterienverkalkung und allen Krankheiten, die durch einen Mangel an Vitaminen ausgelöst werden.

Doch bleiben wir zunächst bei den Herz-Kreislauferkrankungen. Hier sind es vor allem die sekundären Pflanzenstoffe, in der Medizinfachsprache „Flavonoide“ genannt, die aus der Aroniabeere ein zuverlässiges Heilmittel machen. Die Flavonoide gelten als hochwirksame Radikalfänger, sie schützen den Körper somit gegen die Angriffe der freien Radikale. Die freien Radikale wiederum gelten als Auslöser zahlreicher Krebserkrankungen sowie Arteriosklerose und der Alzheimerschen Krankheit. Somit kann die regelmäßige Nahrungsaufnahme von Aronia bzw. Produkten, in denen Aronia enthalten ist, diesen Krankheiten effektiv vorbeugen.

Weiterhin wird Aronia auch bei einer erhöhten Thrombozytenaggregation eingesetzt. Damit bezeichnet man die zunehmende Verklumpung der Blutzellen, etwa infolge von Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen oder anderen Erkrankungen. Aronia verbessert allgemein die Fließeigenschaft des Blutes und schützt außerdem vor Gefäßverkalkung.

Überhaupt können Aroniabeeren als „Freund des menschlichen Blutes“ bezeichnet werden. Neben den bereits beschriebenen Effekten bewirkt der regelmäßige Konsum außerdem einen regulativen Effekt auf den Blutdruck. Wer also ständig mit zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck zu kämpfen hat, der sollte sich an die Aronia halten.

Wer darüber hinaus Probleme mit entzündlichen Erkrankungen im Körper hat, für den ist Aronia ebenfalls ein sehr gutes Mittel. Die Beerenfrucht besitzt eine antientzündliche Wirkung, sie kann somit Entzündungen lindern und nach regelmäßiger Einnahme sogar ganz verschwinden lassen. Daher wurde (und wird) die Aronia insbesondere in den osteuropäischen Ländern auch bei entzündlichen Infektionskrankheiten, zum Beispiel bei Lungenentzündungen, Entzündungen im Hals- und Rachenraum etc. mit Erfolg eingesetzt.

Aronia Saft: Die Aroniabeere wird in der Regel ausgepresst und anschließend als Saft eingenommen. Es besteht die Möglichkeit, frische Früchte zu kaufen und den Saft anschließend selbst herzustellen. Allerdings gibt es Aronia längst nicht in jedem Supermarkt und auf jedem Wochenmarkt. Empfehlenswert sind hier die Markthallen und Großmärkte in den größeren Städten und Metropolregionen in Deutschland. Inzwischen gibt es Aronia Saft aber auch in unterschiedlichen Qualitäten fertig zu kaufen. Man sollte darauf achten, dass dem Saft keine Fremdstoffe zugesetzt sind.

Durch die Anwendung als Saft kann die Aronia ganz einfach in die eigenen Ernährungsgewohnheiten integriert werden. Pro Tag empfiehlt sich die Einnahme von 1 – 2 zwei Gläsern á 200 ml, die entweder zum Essen oder direkt nach der Mahlzeit getrunken werden können. Wichtig ist, dass der Aroniasaft möglichst durchgängig vor den Einflüssen der Umgebungsluft und vor Licht geschützt wird, da er sonst schnell erhebliche Mengen seiner Vitalstoffe verliert. Bei selbst hergestelltem Saft bietet sich die Aufbewahrung in dunklen Glasflaschen an, gekaufte Aronia Säfte werden fast immer in lichtgeschützten Behältnissen geliefert.

Aroniabeeren in Rohform: Ähnlich wie Erdbeeren oder Himbeeren können Aroniabeeren natürlich auch in roher Form verzehrt werden. Sie besitzen einen frischen, säuerlichen Geschmack und passen sehr gut zu Pfannkuchen, Eis sowie zu vielen anderen Desserts. Die Anwendung der Früchte ist somit denkbar einfach möglich.

Studien

In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Studien zu Aroniabeeren angefertigt worden. Die meisten dieser Studien bezogen sich auf die Wirksamkeit der in der Aronia enthaltenen Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe). Dabei hat sich herausgestellt, dass Probanden mit einem hohen Flavonoidkonsum gegenüber einer Vergleichsgruppe eine um 50% verminderte Sterblichkeit an Herzkreislauferkrankungen aufwiesen.

In einer Studie der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg konnten außerdem die vitalfördernden und anti-entzündlichen Eigenschaften der in Aronia enthaltenen Anthocyane und Proanthocyane nachgewiesen werden. Weitere Studien finden Sie unter aronia-ratgeber.info.

Inhaltsstoffe

Neben den sekundären Pflanzenstoffen (Flavonoide) mit ihrer hocheffektiven Wirkung bei Herz-Kreislauferkrankungen, Thromboseneigung und entzündlichen Krankheiten besitzt die Aroniabeere viele weitere hochwirksame Inhaltsstoffe. Dazu gehören beispielsweise zahlreiche Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Hier eine detaillierte Auflistung alle wirksamen Inhaltsstoffe:

  • Flavonoide: Die in der weitaus größten Menge in der Aronia enthaltenen Wirkstoffe sind die Flavonoide oder Bioflavonoide. Sie gehören zur Gruppe der Polyphenole und schützen u. a. vor Krebserkrankungen, indem sie die gefährliche unkontrollierte Zellwucherung bekämpfen. Flavonoide in der Aroniabeere halten außerdem das menschliche Blut flüssig und beugen der Verkalkung von Arterien vor. Sie sind somit auch ein Schutz gegen Herzinfarkt und Schlaganfall. Dadurch, dass sekundäre Pflanzenstoffe die Blutgefäße elastisch halten, regulieren sie den Blutdruck auf natürliche Weise. Flavonoide wirken zudem antibakteriell und sind ein wirksamer Schutz gegen viele bekannte Infektionskrankheiten.
  • Vitamine: Die in der Aronia enthaltenen Vitamine werden grundsätzlich in wasserlösliche und fettlösliche Vitamine unterschieden. Das wichtigste unter den wasserlöslichen Vitaminen ist Vitamin C, welches in der Aronia in einer weitaus größeren Menge als beispielsweise in allen Zitrusfrüchten enthalten ist. Weitere wasserlösliche Vitamine in der Aroniabeere sind Vitamin B1, B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B5, B6, B7, B9 (Folsäure) und B12. Der Anteil der fettlöslichen Vitamine in Aronia besteht aus Vitamin A, Vitamin E und Vitamin K, sowie dem Provitamin A.
  • OPC: Eine Sonderstellung unter allen Vitaminen nimmt das OPC ein, inzwischen auch landläufig als „Vitamin P“ bekannt. Neben dem bekannten Vitamin C gehört OPC zu den besonders wichtigen Inhaltsstoffen in der Aroniabeere, da es ein überdurchschnittlich großes Zeltschutzpotenzial besitzt. Somit wirkt OPC als wertvolle Ergänzung der in der Aronia enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe – beide gelten als sehr effektiver Radikalfänger und beugen vielen ernsthaften Erkrankungen wie Herz-Kreislaufleiden und Krebs vor. Zum Vergleich: Die Wirkung von OPC als Radikalfänger ist nochmals bis zu 20-mal stärker als die von Vitamin C.
  • Mineralstoffe: Neben vielen lebenswichtigen Vitaminen enthält Aronia auch einen hohen Anteil an Mineralstoffen, darunter vor allem Eisen und Jod. Pro 100 ml Saft der Aroniabeere sind 12 mg Eisen sowie rund 0,0065 mg Jod enthalten. Darüber hinaus bietet sich Aronia als Lieferant für die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Magnesium an.
  • Ellagsäure (Gallogen): Obwohl die Ellagsäure – auch als „Gallogen“ bezeichnet – ebenfalls zu den Polyphenolen gehört, zählt sie genau genommen nicht zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe und soll daher hier besonders erwähnt werden. Ellagsäure ist gegen fast alle Arten von Bakterien im menschlichen Körper wirksam, außerdem wirkt sie antioxidativ und unterstützt daher die Flavonoide bei ihrer Wirkung als Radikalfänger. Da sich Ellagsäure außerdem wachstumshemmend auf entartete Zellen auswirkt, ist sie ein effektives Mittel zur Vorbeugung gegen Krebserkrankungen. Mit ihrer entgiftenden Funktion sorgt sie außerdem dafür, dass Schadstoffe auf natürliche Weise aus dem Körper ausgeschieden werden können.
  • Phenol: Phenol ist ein hochwirksamer Inhaltsstoff zur Entgiftung des Körpers. Er hat die Eigenschaft, aggressive Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle an sich zu binden und diese somit unschädlich zu machen. Insbesondere Menschen, deren Körper mit Metallen belastet ist (z. B. Blei, Quecksilber, Amalgam etc.) sollten darauf achten, regelmäßig Phenol zu sich zu nehmen, um die negativen Auswirkungen zu mildern oder sogar ganz auszuschalten. Phenol ist in Aronia in einer großen Menge enthalten.
  • Anthocyane: In den Fruchtschalen der Aroniabeere kommen sogenannte Anthocyane vor. Dabei handelt es sich um wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die ebenfalls der Gruppe der Flavonoide zuzurechnen sind. Sie geben der Frucht ihre charakteristische Farbe und sorgen für einen wirksamen Schutz vor Schadstoffen und UV-Strahlung. Auch auf den Menschen wird dieser Schutz beim Genuss der Frucht übertragen. Weitere Informationen zu den Inhaltsstoffen der Aroniabeere finden Sie hier.

Fazit

Aronia, die Wunderfrucht? In der Tat könnte man die kleine, unscheinbare Beere so bezeichnen. So schützt die Aronia insbesondere vor den unzähligen Herz-Kreislauferkrankungen, die in der modernen westlichen Welt inzwischen als echte Volkskrankheiten gelten. Darüber hinaus wirkt sich die Anwendung wohltuend und regulierend auf das menschliche Blut aus, sogt für dessen besseren Fluss und beugt gefährlichen Krankheiten wie der Thrombose wirkungsvoll vor. Die Aroniabeere bietet gleich eine ganze Flut von hochwirksamen Inhaltsstoffen, angefangen von den wertvollen sekundären Pflanzenstoffen über zahlreiche Vitamine bis hin zu Mineralstoffen und dem lebensverlängernden Phenol.

Dabei ist die Aronia ganz einfach in die tägliche Ernährung zu integrieren, entweder in Form der roh verzehrten Beeren oder als gepresster Saft. 1 Glas täglich reicht schon, um aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun. In zahlreichen Studien konnte die Aroniabeere ihre Wirksamkeit bereits eindrucksvoll unter Beweis stellen. Fazit: Aronia – Der natürliche Gesundbrunnen!

Das könnte Sie auch interessieren

Vitalität und Gesundheit mit natürlichen Mitteln

Vitalität und Gesundheit mit natürlichen MittelnWir alle kennen das Phänomen, wenn wir zum Arzt gehen, um uns durchchecken zu lassen. Gesund geht man in die Praxis und mit zahlreichen Krankheiten kommt man wieder heraus. Damit dies aber erst gar nicht der Fall ist,...

Detox Kur

Detox Kur und was steckt dahinter? | Anleitung, PlanImmer öfter hört man mittlerweile von der Detox Kur und dass zahlreiche Blogger Selbstversuche unternehmen, um sie dann mit ihren Lesern zu teilen. Aber was ist das überhaupt und was macht man dabei? Ist es sinnvoll...

Lachsöl

Lachsöl für Mensch und TierLachsöl ist gesund und ein Jungbrunnen für den ganzen Körper. Doch nicht nur Menschen profitieren von dem hervorragenden Öl, sondern auch auf die Haustiere hat das Lachsöl eine positive Wirkung. Lachsöl ist voller gesunder Fettsäuren und ist...

Wer schreibt hier

Natur-Institut Autor

Natur-Institut Autor

Unser Autor R. S. ist Diplom Medienwirt (M.A.) und hat an der Universität Siegen studiert. Durch Zusatzqualifikationen zum Maschinenbautechniker und technischen Redakteur konnte er sich ein umfassendes Wissen rund um Maschinen, Anlagen und Sensoren aneignen. Sein Hauptberuf ist das Verfassen von Betriebsanleitungen, Arbeitsbeschreibungen, Produktdatenblätter und Informationsbroschüren. Die dort notwendigen Qualifikationen der genauen Recherche und der verständlichen Formulierung setzt er auch gewinnbringend bei seiner Autorentätigkeit ein. 
Die freiberufliche Autorentätigkeit übt er seit 2013 aus. Die genaue Recherche von Informationen, das Aufbereiten von Sachverhalten und die Formulierung zu gut lesbaren Texten ist ihm eine Leidenschaft. Zum Thema „Manuka Honig“ ist Herr S. über seine Freiberuflichkeit gestoßen und konnte bereits hunderte gut recherchierter und exzellent formulierter Texte zu diesem Thema abliefern. Glasklare, unmissverständliche Informationen, gewürzt mit interessanten Hintergrund-Informationen, pfiffigen Tipps und einer kleinen Prise Wortwitz sind das Rezept, welche die Texte von Herrn S. so erfolgreich machen. Wir arbeiten seit zwei Jahren mit Herrn S. zusammen und freuen uns nach wie vor jedes Mal auf´s Neue auf seine Beiträge. 

Quellenangabe

Pressemitteilungen – 1 100 Tonnen der „Gesundheitsbeere“ Aronia geerntet. Statistisches Bundesamt (Destatis), abgerufen am 11. Mai 2019

Die Aroniabeere ist wieder im Kommen. Die Anbaufläche wächst weiter – vor allem im Osten Deutschlands. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. August 2016, S. 22.

Aronia Anbau Statistik – Aronia Swiss. Abgerufen am 24. März 2019

Österreichweite Marke Aronia Austria. Landwirtschaftskammer Steiermark, 6. Oktober 2015, abgerufen am 29. April 2019

Aronia Austria – die Betriebe. Verein Aronia AUSTRIA, abgerufen am 29. April 2019

Olas B et al., Comparative anti-platelet and antioxidant properties of polyphenol-rich extracts from: berries of Aronia melanocarpa, seeds of grape and bark of Yucca schidigera in vitro. Platelets. 2008 Feb;19(1):70-7

Olas B et al., Studies on antioxidant properties of polyphenol-rich extract from berries of Aronia melanocarpa in blood platelets. J Physiol Pharmacol. 2008 Dec;59(4):823-35

Valcheva-Kuzmanova SV et al., Protective effect of Aronia melanocarpa fruit juice in a model of cisplatin-induced cytotoxicity in vitro. Folia Med (Plovdiv). 2013 Jul-Dec;55(3-4):76-9

Simeonov SB et al., Effects of Aronia melanocarpa juice as part of the dietary regimen in patients with diabetes mellitus. Folia Med (Plovdiv). 2002;44(3):20-3. 

Kedzierska M et al., Effects of the commercial extract of aronia on oxidative stress in blood platelets isolated from breast cancer patients after the surgery and various phases of the chemotherapy. Fitoterapia. 2012 Mar;83(2):310-7

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen