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Weizenkeimöl

Anwendung, Wirkung, Studien | Wo kaufen?

Der Weizen ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und zählt zu den meist angebauten Getreidearten. Aus Weizen wird das Weizenkeimölgewonnen, welches für Haut und Haare ein toller Helfer ist. Es wird auch flüssiges Gold der Natur genannt, und das vollkommen zu Recht. Denn das Weizenkeimöl ist für fahle und blasse Haut ein wahrer Jungbrunnenund hilft zudem die Durchblutung zu fördern, dass der Teint wieder frisch und rosig ist. 

Doch auch für die Haare ist das Weizenkeimöl ideal, um die Gesundhaltung zu unterstützen und brüchige Haare wieder zu reparieren. Zudem kann es den Cholesterinspiegel senken, den Blutzuckerspiegel regulieren und wirkt positiv auf die Blutzirkulation. Selbst in der Küche ist es nicht mehr wegzudenken und kann die Speisen auf besondere Weise verfeinern.

Wirkung und Anwendung

Das flüssige Gold der Natur ist vor allem durch den hohen Vitamin E Gehalt ein Jungbrunnen für die Haut. Es kann tief in die Haut eindringen und sich so an die Zellmembran hängen, was somit nicht nur die Barriereschicht der Haut verstärkt, sondern auch noch Wasser in den Zellen einschließt. Zudem besitzt das wertvolle Öl auch eine rückfettende Wirkung und wirkt für Haut und den Stoffwechsel anregend. Dies heißt gleichzeitig auch, dass es für die Haare ein außergewöhnliches Öl ist, welches die Gesundhaltung der Haare maßgeblich unterstützen kann. Es macht sie nicht nur weich, sondern auch glänzend und sorgt außerdem dafür, dass Schuppen der Vergangenheit angehören. Die wichtigen Inhaltsstoffe werden in den Haaren gespeichert und können so von innen heraus ihre ganze Wirkung entfalten.

Weizenkeimöl kann auch verzehrt werden und kann so von innen heraus wirken. Dabei stärkt es zum einen das Immunsystem und zum anderen hilft es auch, den Cholesterinspiegel und den Blutzuckerspiegel zu senken. Im Umkehrschluss heißt dies, dass Herzerkrankungen und Schlaganfällen vorgebeugt werden kann. Doch auch langfristig eingenommen kann es sehr positiv auf den Körper und den Organismus wirken. Es kann so beispielsweise die Leistungsfähigkeit steigern. Durch die hervorragenden Vitamine, die im Weizenkeimöl vorhanden sind, können diese ebenfalls Beschwerden lindern. Insbesondere die Vitamine B und E werden im Bindegewebe und in den Bandscheiben eingelagert, was dann dazu führt, dass langfristig gesehen Rückenschmerzen gelindert werden. Doch auch die antioxidative Wirkung von Vitamin E ist dabei nicht zu unterschätzen. Vitamin E ist ein wichtiger und effektiver Radikalfänger, der die Zellen schützt, bei der Regeneration unterstützt und somit vorzeitiger Hautalterung vorbeugen kann. Die Haut bleibt straff und schön und Wunden können wesentlich besser heilen. Weiterhin wird Narbengewebe schnell zurückgebildet.

Auch bei einer Prostatavergrößerung soll das Weizenkeimöl einen hervorragenden Effekt haben, wie in einer Studie belegt wurde. Und selbst für die Blutzirkulation ist das Öl von großer Bedeutung.

Sogar in der Küche findet das Weizenkeimöl immer mehr Verwendung. Es ist nicht nur sehr schmackhaft, sondern auch gesund ist eine sehr gute Basis für Salat-Dressings. Doch auch in kalten Speisen kann das Öl aus Weizenkeimen sehr gut angewendet werden. Besonders bei Nudeln, Kartoffeln oder Reis kann das Öl seinen vollen Geschmack entfalten. Allerdings sollte das Öl nicht erhitzt werden, da zum einen wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen und zum anderen der Rauchpunkt bei etwa 140 Grad liegt.

 

Studien 

Zum Weizenkeimöl selbst gibt es derzeit keine speziellen Studien. Wohl aber zu Vitamin E, welches in großen Mengen im Weizenkeimöl enthalten ist. Daher sind Studien zu Vitamin E ebenso aussagekräftig und können als Beleg dienen.

 

Inhaltsstoffe 

Weizenkeimöl hat viele hochwertige Inhaltsstoffe. Dabei ist es vor allem nicht fettreich, da der Ölgehalt nur etwa 10 Prozent beträgt. Doch insgesamt sind 60 Prozent des Öls mehrfach ungesättigte Fettsäuren und der meiste Anteil fällt dabei auf die so wichtige Omega-6-Fettsäure. Zudem sind in 100 ml Weizenkeimöl bis zu 300 mg Vitamin E enthalten und somit kann sich das Öl aus Weizenkeimen zu dem Öl zählen, welches den höchsten Vitamin E Gehalt aufweisen kann. Ein weiterer großer Vorteil ist dabei auch die sehr kleine Oxidationsstabilität, was heißt, dass das Weizenkeimöl nicht besonders schnell ranzig wird.

Weiterhin sind im Weizenkeimöl

  • Vitamin B (essenziell für unser Wohlbefinden, für die Nerven, Vitalität und Blutfettwerte)
  • Vitamin D (wichtig für Haut und Haare, das Immunsystem, Gehirn und DNA)
  • Vitamin A (wichtig für das Immunsystem und an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt)
  • Magnesium (entspannt die Muskeln, ist ein Anti-Stress-Mittel, reguliert den Blutdruck und beugt Herzrhythmusstörungen vor)
  • Calcium (wichtig für Zähne und Knochen)

enthalten.

Nebenwirkungen 

Bisher konnten noch keine Nebenwirkungen bei der Einnahme oder der äußerlichen Anwendung von Weizenkeimöl festgestellt werden. Dennoch kann es immer zu allergischen Reaktionen kommen, weshalb das Öl vorher in der Armbeuge getestet werden sollte. Treten keine Reizungen auf, kann das Weizenkeimöl problemlos verwendet werden.

Weiterhin sollten Diabetiker vorsichtig mit dem Weizenkeimöl umgehen und die Einnahme mit dem behandelnden Arzt besprechen. Dies liegt daran, dass Weizenkeimöl langfristig den Blutzuckerspiegel senkenkann und so womöglich weniger Insulin vonnöten ist.

 

Einnahme und Dosierung 

In der Regel sollte das Weizenkeimöl zweimal täglich etwa 30 Minuten vor dem Essen eingenommen werden. Ein Teelöffel ist dabei vollkommen ausreichend, um beispielsweise die Cholesterinwerte senken zu können.

Wer den Blutzuckerspiegel senken muss, sollte insgesamt 3 bis 4 Teelöffel täglich verzehren. Dennoch sollte dies mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, da es durchaus sein kann, dass weniger Insulin benötigt wird.

Bei der Behandlung von trockener Haut und Narben kann das Weizenkeimöl direkt auf die Haut aufgetragen werden. Es hilft bei trockener Haut, Akne, Dermatitis und selbst bei Verbrennungen kann es lindernd wirken.

Wer das Haar mit Nährstoffen versorgen möchte, sollte über Nacht das Weizenkeimöl als Kur auf Kopfhaut und Haare auftragen. Diese Kur sollte regelmäßig einmal pro Woche stattfinden.

 

Haltbarkeit und Lagerung

Insbesondere bei der Lagerung sollten einige Regel beachtet werden. Natürlich ist das Weizenkeimöl, wie alle anderen Öle auch, dunkel, kühl und gut verschlossen aufzubewahren. Denn nur wenn das Öl korrekt gelagert wird, bleiben die guten und gesundheitsfördernden Wirkstoffe erhalten. Zudem wird das Öl nicht so schnell ranzig, wie wenn es Licht und Wärme ausgesetzt wäre. Dennoch sollte das Weizenkeimöl nach Anbruch innerhalb von zwei Monaten aufgebraucht werden.

 

Weizenkeimöl kaufen

Beim Kauf von Weizenkeimöl ist immer auf ein reines und hochwertiges Öl zu achten. Dies kann man sehr gut an der Farbe erkennen. Hochwertige Öle haben eine dunkelgelbe bis rötliche Färbung. Minderwertige oder raffinierte Öle sind meist sehr hell. Wichtig ist beim Kauf von Weizenkeimöl aber auch, dass auf eine gute kaltgepresste Bio Qualität zurückgegriffen wird, um Pestizide und chemische Zusatzstoffe ausschließen zu können. Auch anhand der Inhaltsstoffe kann schnell erkannt werden, ob das Öl aus Weizenkeimen rein oder mit anderen Ölen versetzt wurde. Zudem sollte beim Weizenkeimöl Kauf darauf geachtet werden, dass es auch für den Verzehr geeignet ist. Denn viele Händler bieten das Öl für die rein äußerliche Anwendung an. Dieses ist dann oftmals mit anderen Ölen gemischt oder mit Zusätzen versehen.

Wer von den hervorragenden Inhaltsstoffen des Weizenkeimöls profitieren möchten, sollte immer auf ein kaltgepresstes, reines Öl mit Bio-Zertifikat zurückgreifen.

 

Erfahrungen

Auch wenn Weizenkeimöl in Deutschland noch nicht sehr verbreitet ist, gibt es bereits einige Erfahrungsberichte von Menschen, die das Öl äußerlich oder innerlich angewendet haben. Bei der äußeren Anwendung wurden positive Wirkungen auf die Haut und die Haare beobachtet. Die innere Anwendung soll sich positiv auf Rücken- und Bandscheiben- sowie Prostatabeschwerden auswirken. Eine Bestätigung dieser Beobachtungen durch wissenschaftliche Studien steht allerdings noch aus.

Personen mit Gluten-Unverträglichkeit sollten beim Verzehr von Weizenkeimöl Vorsicht walten lassen. Denn bei ihnen kann das Öl Berichten zufolge zu Übelkeit, Blähungen und Durchfall führen, deshalb ist ihnen von einer Anwendung abzuraten.

Herstellung 

Weizenkeimöl wird aus Weizen gewonnen. Dieser stammt ursprünglich aus Persien und zählt mittlerweile zu den meist angebauten Getreidearten. Durch zahlreiche Züchtungen kann er nun auch mit dem westlichen Standard mithalten und hier prächtig wachsen und gedeihen.

Für einen Liter sehr hochwertiges Weizenkeimöl wird etwa eine Tonne Weizen benötigt. In der Herstellung wird zudem in reines Weizenkeimöl und raffiniertes Öl unterschieden. Vor allem beim raffinierten Weizenkeimöl verliert das Öl eine große Menge seiner wichtigen Inhaltsstoffe und ist nicht mehr hochwertig. Doch auch bei Weizen wird in zwei Sorten unterschieden. Zum einen ist dies der Winterweizen, der robust und sehr ertragreich ist und der Sommerweizen, der meist nur als Dünger oder Streuprodukt genutzt wird.

Die Gewinnung von Weizenkeimöl ist sehr aufwendig und teuer, da etwa eine Tonne Weizen für einen Liter sehr hochwertiges Weizenkeimöl benötigt wird. Denn nur aus dem Keim des Weizens kann das Öl gepresstwerden. Dabei ist das reine und hochwertige Weizenkeimöl vor allem an seiner dunkelgelben bis rötlichenFarbe erkennbar. Ist das Öl heller, wurde es entweder mit anderen Ölen gemischt oder raffiniert. Insbesondere für kosmetische Zwecke werden oftmals noch andere Öle untergemischt, was an der Inhaltsstoffliste erkennbar ist.

 

Fazit

Weizenkeimöl ist zwar für Haut und Haare ein wertvolles Öl, doch auch für die Gesundheit ist es nahezu unverzichtbar. Der Cholesterinspiegel kann ebenso mit dem gesunden, pflanzlichen Öl gesenkt werden, wie auch der Blutzuckerspiegel. Dabei ist natürlich auf eine länger Einnahme zu achten, da pflanzliche Produkte immer etwas länger benötigen, bis sie ihre volle Wirkkraft erreicht haben.

Weiterhin ist das Weizenkeimöl für Schwangere absolut empfehlenswert, da Schwangerschaftsstreifendeutlich abgemildert werden können. Doch auch zur Dammpflege ist das Weizenkeimöl bestens geeignet und kann so einem Dammriss oder einem Dammschnitt vorbeugen.

Als Haut- und Haarpflegeöl ist das Öl aus Weizenkeimen unverzichtbar und wer dabei noch auf ein vollkommen reines Öl zurückgreift, kann es sogar sehr gut in der Küche verwenden, um Speisen zu verfeinern. Den vollen Geschmack entfaltet das Weizenkeimöl bei Reis, Nudeln und Kartoffeln und kann den Gaumen dabei richtig verwöhnen.

Erhitzt werden sollte das Weizenkeimöl jedoch nicht, da sonst die so gesunden Inhaltsstoffe verloren gehen und das Öl seine hervorragende Wirkung verliert.

Für Haut und Haare und die Gesundheit ist Weizenkeim unumgänglich und sollte deshalb in keinem Haushalt fehlen!

Wer schreibt hier

Herbert Havera

Herbert Havera ist Autor und beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit der Thematik Ernährung/ Gesundheit. In seiner Recherche sind mehrere Stunden an Arbeit geflossen bzw. stehen wir generell im engen Kontakt mit Forschungseinrichtungen, Mediziner und Anwendern. Dank der wertvollen Informationen aus unserem Netzwerk, sind wir in der Lage stets fundierte Informationen rund um Heilmittel bieten, die uns die Natur freiwillig anbietet. Der enorme Vorteil von Naturheilmitteln ist, dass sie meistens frei von Nebenwirkungen sind. Dennoch dürfen sie nicht hemmungslos konsumiert werden. Wir klären Sie darüber auf, welche Tagesdosis unbedenklich, ideal und nicht mehr gesund ist. Denn wie Paracelsus schon sagte: „Nichts ist Gift, alles ist Gift – alleine die Dosis macht das Gift“.  Wir bieten Ihnen Informationen stets nach einer fundierten Recherche. Wir forschen intensiv nach den neuesten Studien, in denen sich die Naturheilmittel unter strengen Tests bewähren mussten. Und wo sich ein angepriesenes Mittel nachweislich als Mummenschanz und Quacksalberei entpuppt hat, lassen wir Sie das ebenfalls wissen. 

Quellenangabe

 ISAAA: Wheat (Triticum aestivum) GM Events. Abgerufen am 10. Juni 2018

Stokstad, E. (2004). Biotechnology. Monsanto pulls the plug on genetically modified wheat.Science 304(5674): 1088-1089. doi:10.1126/science.304.5674.1088a.

Perez-Jones, A., et al. (2010). Hybridization in a Commercial Production Field between Imidazolinone-Resistant Winter Wheat and Jointed Goatgrass (Aegilops cylindrica) Results in Pollen-Mediated Gene Flow of Imi1. Weed Science 58(4): 395-401. doi: 10.1614/WS-D-10-00027.1.

Fox, J. L. (2013). Volunteer GM wheat, mischief or carelessness? Nat Biotechnol. 31(8): 669-670. doi:10.1038/nbt0813-669a.

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