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Kakaonibs

Verwendung, Wirkung, Studien | Wo kaufen?

Schon die Inkas wussten, was Kakaonibs für Kräfte hat. Wie der Name auch schon sagt, wird Kakaonibs aus den Kakaobohnen bzw. aus dem Rohkakao gewonnen. Auch wenn Kakao hierzulande eher als Getränk bekannt ist, hat der rohe Kakao jedoch zahlreiche Vorzüge. Auch aus diesem Grund wird Kakaonibs als Superfood gehandelt und findet immer mehr den Weg in die westlichen Haushalte. Reich an Magnesium und Kalzium ist Kakaonibs allemal und zudem ist diese Form des Kakaos sogar für Vegetarier und Veganer geeignet.

Anwendung und Dosierung

 

Kakaonibs sind eine sehr gesunde und kalorienarme Alternative für Schokoladenliebhaber. Sie sind ein reines Naturprodukt und werden nicht mit Zucker oder Fett angereichert, wie es in normaler Schokolade der Fall ist. Damit sind die Kakaonibs sehr gut dazu geeignet, die Lust auf etwas Schokolade zwischendurch zu stillen, ohne dabei in die Kalorienfalle zu tappen. Mit den Kakaonibs erhalten Sie auch alle gesunden Nährstoffe der Kakaopflanze in einer hoch dosierten und konzentrierten Form. Da sie trotz des schokoladigen Geschmacks recht bitter sind, limitiert sich ihr Konsum von ganz alleine. Das ist auch angezeigt. Vor allem, wenn Sie noch nie Kakaonibs probiert haben, können Sie davon unangenehme Nebenwirkungen bekommen, wenn Sie es anfangs übertreiben: Schlaflosigkeit, Nervosität und Migräne können die Folge sein, wenn zu viele Kakaonibs auf einmal gegessen werden.

Die beste Anwendung von Kakaonibs ist daher, sie als Würzmittel bzw. Zutat für Speisen zu verwenden. Müsli, Quark, Puddings und sogar Eis lassen sich mit ihnen sehr gut verfeinern. Besonders interessant ist ihre Wirkung beim Backen. Mit ihrer Hilfe können Sie den Anteil zuckerhaltigem Kakaopulver reduzieren und einem Schokoladenkuchen einen besonders würzigen Geschmack verleihen. In dieser Form können Sie die Kakaonibs auch besonders sparsam einsetzen. Angesichts des recht hohen Preises für dieses leckere Naturprodukt ist ein sparsamer Gebrauch auch angezeigt. Aber achten Sie bitte darauf: Kakaonibs können leicht verschimmeln. Verbrauchen Sie eine geöffnete Packung daher binnen 2 Monaten.

 

Rezepte

Klassischer Schokoladenkuchen mit Kakaonibs

Ein Schokoladenkuchen mit Kakaonibs ist um einiges kalorienärmer als ein herkömmlich hergestelltes Gebäck dieser Art. Außerdem wird der schokoladige Geschmack intensiviert, so dass Sie und Ihre Gäste einen doppelten Nutzen davon haben. Durch ihren intensiven Geschmack können Sie die Kakaonibs auch sehr sparsam einsetzen. Dadurch wird der Schokoladenkuchen auch kaum teurer als bei der herkömmlichen Herstellung.

Sie brauchen für einen Schokoladenkuchen mit Kakaonibs:

  • Zwei Eier
  • 0,1 Liter Weizenmehl
  • 0,3 Liter Kokoszucker
  • 4 Esslöffel Kakaopulver (Roh)
  • 0,15 Liter geschmolzene Butter
  • 2 Esslöffel Vanillezucker
  • 0,1 Liter Kakaonibs
  • 1 Prise Salz
  • 2 Tafeln Zartbitter-Schokolade
  • 1 Handvoll Schokobohnen
  • Bunte Zuckerkugeln

Mischen Sie die Zutaten bis auf die Zartbitter-Schokolade und die Zuckerkugeln zu einem Teig. Geben Sie die Schokobohnen als Letztes hinzu. Fetten Sie eine Springform ein und geben Sie den Teig hinein. Backen Sie den Kuchen eine halbe Stunde lang im vorgeheizten Backofen bei 175°C.

Geben Sie nach 20 Minuten die beiden Tafeln Zartbitter-Schokolade in einen Topf und bringen Sie sie bei niedriger Temperatur zum Schmelzen.

Nehmen Sie den Kuchen aus dem Ofen und lassen ihn kurz abkühlen. Nehmen Sie ihn aus der Form und gießen Sie die geschmolzene Schokolade gleichmäßig darüber. Streuen Sie die Zuckerkugeln über die noch feuchte Schokoladenmasse, so dass sie haften bleibt.

Zum Schokoladenkuchen servieren Sie Sahne und Kaffee.

 

Gehaltvolles Bananenbrot mit Kakaonibs

Ein Bananenbrot ist kein Bananenkuchen. Es ist wesentlich fester und trockener. Bananenbrot lässt sich gut mit Butter oder Schokoladencreme bestreichen. Es ist zwar sehr kalorienreich. Dafür bietet es aber auch eine Menge weiterer wichtiger Inhaltsstoffe. Die Bananen und die Kakaonibs sind in dieser Kombination eine echte Kalium- und Kalziumbombe, die ihr Körper dankbar annehmen wird.

Für das Bananenbrot mit Kakaonibs brauchen Sie:

  • 3 Bananen
  • 2 Esslöffel Kokosöl (geschmolzen)
  • 150 Gramm grob gehackte Zartbitter- Schokolade
  • 20 Gramm Kokosflocken
  • 30 Gramm brauner Zucker (Kandis, granuliert)
  • 3 Esslöffel Vollmilch
  • 5 Esslöffel Haferflocken
  • 90 Gramm Dinkelmehl
  • 3 Teelöffel Backpulver
  • 50 Gramm gemahlene Mandeln
  • 2 Esslöffel Roh-Kakaopulver
  • 3 Esslöffel Kakaonibs

Zerdrücken Sie die Bananen mit einer Gabel. Mischen Sie das warme Kokosöl mit den Bananen, der gehackten Schokolade, den Kokosflocken, Milch und Zucker in einer Schüssel zum Teig. Wenn der Teig schön sämig ist, geben Sie die Haferflocken, die Mandeln, das Backpulver und das Dinkelmehl hinzu. Das Kakaopulver und die Kakaonips kommen ganz zum Schluss in den Teig. Rühren Sie alles gut durch, bis sie einen homogenen, gleichmäßigen Teig haben. Geben Sie den Teig in eine Kastenform und backen sie das Brot bei 180° in einem Umluft-Herd für 45 Minuten. Nehmen Sie das Brot aus dem Ofen und lassen Sie es abkühlen. Dann stürzen Sie das Brot aus der Kastenform und lassen es weiter abkühlen. Das Brot eignet sich besonders gut für süße Brotaufstriche wie Erdnussbutter, Salzkaramell-Creme, Marmelade oder Honig.  Besonders lecker ist natürlich ein Schokomus – mit Kakaonibs.

 

Schokoladen-Brotaufstrich mit Kakaonibs

Unser Schokoladen-Brotaufstrich mit Kakaonips kann den etablierten Schoko-Brotaufstrichen Konkurrenz machen. Er ist sogar etwas gehaltvoller und ärmer an Kalorien. Aber ein „Schlankmacher“ ist er bestimmt nicht – aber das kann man wohl von keinem Schokoladen-Brotaufstrich erwarten.

Sie brauchen

  • 120 Gramm gezuckerte Kondensmilch
  • 60 Gramm Zartbitter-Schokolade
  • 60 Gramm gemahlene Kakaonibs
  • 100 Gramm Vollmilch-Schokolade
  • 4 Teelöffel Vollmilch.

Wichtig ist, dass die Kakaonibs gut gemahlen sind. Die Kakaonibs aus der Tüte sind zu grob und erzeugen im Mund ein unangenehmes Fremdkörper-Gefühl. Zerstoßen Sie die Kakaonibs deshalb in einem Mörser oder zerkleinern Sie sie mit einem Pürierstab oder in einer Küchenmaschine.

Schmelzen Sie die Schokolade in einem Topf. Geben Sie in die flüssige Schokolade die Kondensmilch und die Kakaonibs hinzu. Rühren Sie alles gut durch und achten Sie darauf, dass nichts anbrennt. Geben sie die Masse in eine hohe Rührschüssel. Mischen Sie die Masse mit einem Rührstab mit der Milch für zwei Minuten gut durch. Geben Sie die Masse in ein Marmeladenglas und lassen Sie sie abkühlen – fertig.

Betrachten Sie dieses Rezept für einen Schokoladen-Kakaonibs-Brotaufstrich jedoch nur als Grundrezept. Je nach Geschmack, Präferenzen und Jahreszeit können Sie die Masse auch mit vielen Zutaten verfeinern. Zimt, Kokosflocken, Eierlikör oder sogar Chili – ihrer Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt.

Studie

Zu Kakao wurden schon sehr viele Studien durchgeführt, die belegen konnten, dass die Inhaltsstoffe gute Auswirkungen auf den Körper haben.

So wurde beispielsweise in Nigeria eine Studie im Jahr 2014 durchgeführt, die zeigte, dass die Inhaltsstoffe des Kakao den Blutdruck sowie die Blutzuckerwerte verhindern könnten. Dies ist vor allem für Diabetiker sehr interessant.

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2013 belegt die antimikrobielle Wirkung des Kakao.

In Indonesien wurde im Jahr 2016 eine Untersuchung durchgeführt, die zeigte, dass eine endotheliale Dysfunktion mit Kakao gedämpft werden kann. Eine endotheliale Dysfunktion ist eine Funktionsstörung des Endothels, also die Innenwand der Blutgefäße. Störungen an der Innenwand der Blutgefäße können beispielsweise durch einen NO-Mangel oder eine erhöhte Cholesterin LDL-Konzentration hervorgerufen werden. Dadurch kann aber auch die Arteriosklerose entstehen, da sich an der Blutgefäßinnenwand Ablagerungen absetzen und die so zu einer Thrombose führen können.

Weitere Studien können hier in englischer Sprache nachgelesen werden.

 

Kakaonibs vs. Schokolade

Es gibt zahlreiche Vorteile, die Kakaonibs eindeutig zum Gewinner machen. Zum Einen wird bei der Herstellung der Kakaonibs auf hohe Temperaturen verzichtet, was wiederum heißt, dass sie die ursprünglichen Eigenschaften nicht verlieren. Zum Anderen haben sie einen wesentlich höheren Nährwertgehalt und sind eindeutig von besserer Qualität. Weiterhin sind sie nicht mit Zusatzstoffen „verunreinigt“ und von besonders reiner Form. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Kakaonibs als diätisches Lebensmittel eingesetzt werden können, da sie nicht mit zusätzlichem Zucker angereichert sind und die Kombination PEA und Kalzium gelten als appetitzügelnd.

Während Kakaonibs schonend, bei höchstens 45° C verarbeitet werden, sieht dies bei der herkömmlichen Schokolade schon anders aus. Diese wird maschinell geknackt und auf mind. 120° C erhitzt. Mit Carbonaten versetzt bleiben somit von den Nährstoffen nicht mehr viel übrig. Das, was noch übrig bleibt, wird dann bei der Milchschokolade auch noch zerstört, da diese mit pulverisiertem Milchextrakt angereichert wird und somit auch die antioxidative Wirkung des Kakaos abschwächt. Außerdem wird in der Regel hierbei Milchpulver aus der Massentierhaltung verwendet, welches womöglich noch mit Antibiotika, künstlichen Hormonen und Pestiziden verunreinigt ist. Von der Menge raffiniertem Zucker ganz zu schweigen.

Dass hier Kakaonibs wesentlich besser abschneiden, liegt auf der Hand.

 

Kakaonibs für Vegetarier und Veganer

Da insbesondere diese beiden Gruppen auf viele Dinge bei der Ernährung verzichten, kann es leider viel zu oft vorkommen, dass sie an einer Mangelerscheinung leiden. Vor allem Menschen, die erst begonnen haben sich vegetarisch und vegan zu ernähren, können die Gefahren dabei nicht richtig abschätzen und ernähren sich sehr einseitig. Kakaonibs hingegen sind reich an Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium und Zink und gleichzeitig frei von Zusatzstoffen. Zudem verfügen die Kakaostücke über Vitamine und haben eine antioxidative Wirkung, die vor freien Radikalen schützt. Dabei eignen sich die Kakaonibs als milchfreie und gesunde alternative im Frühstücksmüsli.

Inhaltsstoffe

Kakaobohnen bzw. die Kakaonibs enthalten zahlreiche Inhaltsstoffe, die gut für den gesamten Körper sind. So sind sie beispielsweise voll von Kalzium und Magnesium und enthalten sogar Antioxidantien.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe und ihre Wirkung sind folgende:

  • Anandamid: Anandamid wurde bisher nur in Kakao gefunden und ist ein körpereigenes Endorphin. Dieses dockt an die selben Rezeptoren im Gehirn an, wie beispielsweise THC aus der Cannabispflanze. Das Endorphin wird vom Körper nur dann ausgeschüttet, wenn wir glücklich sind und uns richtig gut fühlen. Daher auch der Name, denn „Ananda“ – Sanskrit bedeutet Glückseligkeit. Das heißt, wenn der Körper mit Anandamid versorgt wird, hält sich das körpereigene Anandamid länger aufrecht und wir fühlen uns somit auch länger gut und sind glücklich.
  • Antioxidantien: Insbesondere im Kakao ist die höchste Konzentration an Antioxidantien. Kakao enthält sogar noch mehr als Rotwein, Granatäpfel, Gojibeere, Acaibeere und grüner Tee zusammen! Dabei geht es aber nicht um den Kakao, der in einer Tafel Schokolade enthalten ist, sondern um den reinen Kakao, den man auch als Kakaonibs kaufen kann. Antioxidantien schirmen nicht nur unsere DNA vor den Schäden von freien Radikalen ab, sondern sie schützen uns auch vor altersbedingten Krankheiten und Mangelerscheinungen.
  • Kalzium: Auch Kalzium ist in großer Menge in Kakaonibs enthalten. Für viele zählt immer noch die Milch als größter Kalziumlieferant, doch weit gefehlt. Denn insbesondere der Rohkakao verfügt über 160 mg Kalzium bei einer Menge von 100 Gramm Rohkakao. Daher sind vor allem für Veganer die Kakaonibs eine gute und milchfrei Alternative, damit sie das wichtige Kalzium aufnehmen können. Kalzium ist vor allem für die Knochen und Zähne von großer Bedeutung und stärkt sie signifikant. Doch auch für die Muskeln ist Kalzium ein wichtiger Stoff, um diese zu unterstützen. Aus diesem Grund sind Kakaonibs auch bei Sportlern und Athleten so beliebt. Menschen mit Kalziummangel werden mit den Kakaonibs ein kleines Wundermittel haben.
  • Magnesium: Der wichtigste Magnesiumlieferant schlechthin ist Rohkakao. Dabei sind in 100 Gramm Rohkakao ganze 415 mg Magnesium enthalten. Magnesium sorgt zum Einen für ein gesundes Knochenwachstum, steigert die Gehirnleistung und unterstützt zum Anderen das Herz, weil es auch das Blutbild verbessert. Kakaonibs sind daher ein wichtiger Bestandteil von einer herzfreundlichen Ernährung.
  • Phenylethylamin (PEA): Dieser chemische Botenstoff ist in großen Mengen im Kakao enthalten. Doch auch in unserem Körper ist PEA enthalten, nämlich dann, wenn wir verliebt sind. Dies erklärt wahrscheinlich auch, warum uns Schokolade so glücklich macht. Phenylethylamin sorgt dafür, dass der Körper sich entspannt, dass wir uns glücklich und wohl fühlen. In Kombination mit Kalzium wirkt PEA unter anderen auch appetitzügelnd, was wiederum heißt, dass es ein diätisches Lebensmittel ist.
  • Salsolinol: Salsolinol ist ein Alkaloid, welches praktisch wie ein Anti-Depressiva auf das Gehirn wirkt. Somit werden beim Konsumieren von den Kakaosamen Glückshormone (Dopamin) ausgeschüttet und uns glücklicher werden. Außerdem sorgt Salsolinol dafür, dass man sich positiver und motivierter fühlt und gute Laune hat.
  • Spurenelemente: Vor allem Chrom, was für den Blutzucker wichtig ist und Eisen kommen in Kakao vor. Doch auch Kupfer, das für das Immunsystem und das Blut von Wichtigkeit ist und Mangan sind im Kakao enthalten. Mangan ist beispielsweise in Kombination mit Eisen wichtig zur Bildung von Hämoglobin. Weiterhin ist Zink ein Inhaltsstoff von Kakao und ist für das Immunsystem ebenso wichtig, wie für die Leber und die Bauchspeicheldrüse.
  • Theobromin: Der anregende Stoff Theobromin wirkt ähnlich wie Koffein, ist allerdings viel milder. Er sorgt dafür, dass das Nervensystem stimuliert wird und auch die Blutgefäße erweitert werden. Somit hat der Kakaosamen eine anregende Wirkung und wer hiermit Probleme hat, sollte am Nachmittag keine Kakaonibs mehr essen, um am Abend gut einschlafen zu können.
  • Tryptophan: Tryptophan ist eine essenzielle Aminosäure, die ebenfalls in einem bemerkenswerten Anteil im Kakao enthalten ist. Dabei wirkt die Aminosäure stark gemütsverbessernd, da sie wichtig für die körpereigene Produktion von Serotonin ist. Ein hoher Serotoningehalt verbessert nicht nur das Stress-Abwehrschild, auch mindert er Angstgefühle. Außerdem trägt ein hoher Serotoningehalt auch dazu bei, dass wir uns sehr gut fühlen und uns nichts und niemand etwas anhaben kann. Ist der Serotoninspiegel hingegen niedrig, führt dies zu Niedergeschlagenheit und Depressionen und führt unweigerlich zu Stimmungsschwankungen.

Es ist also durchaus berechtigt, wenn man sagt, dass Kakao bzw. Schokolade glücklich macht. Allerdings auch dick – zumindest die im Handel übliche Schokolade. Wer auf eine gesunde Süßigkeit aber nicht verzichten möchte, wird um den Kauf von Kakaonibs nicht herumkommen. Denn diese enthalten kaum Kalorien und sind noch gesund dazu.

Nebenwirkungen

Jedes Mittel, auch wenn es pflanzlich ist, kann Nebenwirkungen haben. So auch Kakaonibs. Einige Menschen sprechen davon, dass sie nach einer längeren und täglichen Einnahme an Schlaflosigkeit litten. Zudem berichten einigen von extremen Energieschüben. Weiterhin können bei einer langen regelmäßigen Einnahme von Kakaonibs starke Stimmungsschwankungen auftreten oder auch Schwindel und ein gewisses Aggressionsverhalten zunehmen.

Dies liegt daran, dass Kakao psychologischen und physiologische Reaktionen von Abhängigkeit hervorrufen kann. Meist ist dies aber nur bei sehr anfälligen Menschen der Fall. Dennoch sollte mit Kakaonibs vorsichtig umgegangen werden und eine nur Höchstmenge von fünf bis zehn Samen am Tag verzehrt werden. Besser ist es, die Kakaonibs nur unregelmäßig zu verzehren, um diesen Nebenwirkungen vorzubeugen.

Auch wenn viele Menschen sagen, dass sie süchtig nach Schokolade sind, ist hiermit wahrscheinlich eher gemeint, dass sie Abhängig vom Zucker sind. Denn es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Zucker hyperaktiv und süchtig machen kann. Zudem zerstört er die Darmflora und schwächt außerdem das Immunsystem.

Dosierung & Einnahme

Setzen Sie sich beim Essen von Kakaonibs Limits, vor allem wenn Sie sie noch nie probiert haben. Knabbern Sie an den ersten Abenden höchstens 2-3 Esslöffel davon. Wenn Sie sie gut vertragen, können Sie die Dosis steigern. Wenn Sie aber Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder Nervosität bei sich bemerken, essen Sie die Kakaonibs lieber etwas vorsichtiger und reduzieren Sie die Dosis.

Kakaonibs Geschmack

Kakaonibs sind kleine Stücke der Kakaobohne, die eher herb schmecken. Allerdings ist der Geschmack sehr schwer zu beschreiben, da die Geschmäcker ja nun unterschiedlich sind. In der Regel könnte man Kakaonibs allerdings mit einer Schokolade vergleichen, die einen Kakaoanteil von 85 Prozent hat. Natürlich muss jeder Mensch selbst für sich entscheiden, ob der Geschmack passend ist und ob er sich damit anfreunden kann. Natürlich ändert sich der Geschmack je nach Rezept. Vor allem für die Klassiker Mousse au Chocolat sind Kakaonibs perfekt geeignet. Doch auch als Koch- oder Backschokolade und viele weitere Rezepte sind diese Kakaobohnen ideal einsetzbar.

Haltbarkeit und Lagerung

Wie alle anderen Lebensmittel auch verfügen Kakaonibs über ein Haltbarkeitsdatum. Dieses zeigt, wie lange die Kakaosamen mindestens haltbar sind. Hierbei ist das Haltbarkeitsdatum der Samen jedoch umstritten, und während einige sagen, dass die kleinen Samen der Kakaopflanze mindestens sechs Monate haltbar sind, weisen anderen darauf hin, dass man von einem Mindesthaltbarkeitsdatum von zwei Monaten ausgehen sollte. Allerdings kommt es hier vor allem auf die richtige Lagerung an. Werden die Kakaonibs kühl und trocken gelagert und nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt, sind sie mindestens zwei Monate haltbar. Daher ist es sinnvoll beim Kauf von Kakaonibs darauf zu achten, nur diese Menge zu kaufen, die auch in zwei Monaten verzehrt werden kann, um auf der sicheren Seite zu sein, dass die Kakaosamen nicht verderben.

 

Kakaonibs kaufen

Der Kauf von Kakaonibs kann entweder über das Internet oder einen Bio-Laden erfolgen. Doch auch einige gut sortierte Supermärkte halten die leckeren Kakaosamen für Ihre Kunden bereit. Wichtig beim Kakaonibs Kauf ist allerdings, dass auf nachhaltigen Anbau und Ernte geachtet wird und dass die Kakaonibs von hoher Qualität sind. Zudem sollte beim Kauf von Kakaonibs ebenfalls auf das Preis-Leistungs-Verhältnis geachtet werden. Denn gerade hier können die Preise stark schwanken. Wer sich dabei unsicher ist, kann selbstverständlich auf die Bewertung der Händler wie auch auf die Bewertung der Kakaonibs schauen, um ein gutes Produkt zu erhalten.

Herkunft

Woher der Kakao wirklich stammt, ist nicht genau bewiesen. Es wird aber vermutet, dass der Baum aus Südamerika stammt. Dabei wird weiterhin vermutet, dass es den Kakaobaum schon etwa 1000 v. Chr. gab, da Reste in einem Gefäß in Puerto Escondido in Honduras gefunden wurden. Zu dieser Zeit wurde allerdings nicht die Kakaobohne, sondern das zuckerhaltige Fruchtfleisch genutzt, welches dann zu einem alkoholischen Getränk vergoren wurde.

Die Azteken hingegen kannten den Kakaobaum seit dem 14. Jahrhundert und für sie galt die Pflanze als heilig und als Geschenk des Gottes Quetzalocatl. Entsprechend wurde der Kakaobaum auch verehrt. Dabei wurde die Frucht nicht nur als Opfergabe, sonder auch als Zahlungsmittel und als herben Gewürztrank eingesetzt. Von den Azteken stammt auch der Name „Xocólatl“ (Bitterwasser), da der Trank aus Wasser, Kakao, Vanille, Mais und Cayennepfeffer sowie etwas Salz bestand.

Nachdem im Jahr 1519 die spanischen Conquistadores Mexiko entdeckten, fiel ihnen natürlich auch das „Braune Gold“ in die Hände. Somit verbreitete sich der Kakaobau in Europa bzw. den europäischen Kolonien. Zunächst wurde in der Region rund um Guayaquil in Ecuador sowie in Venezuela (Caracas) der Kakaobaum kultiviert. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts kamen dann Bahia und Belém in Brasilien dazu. In den niederländischen Kolonien in Südamerika, wie auch in der Karibik wurde dann im 18. Jahrhundert der Baum kultiviert. Portugal und die Inselgruppe Príncipe sowie São Tomé waren um 1900 die größten Kakaoproduzenten der Welt.

 

Der Kakaobaum

Der Kakaobaum ist ein dünner und langer Unterholzbaum. Er hat schwerartige Blätter, die glatt sind. Von Carl von Linné, dem Botaniker wurde er „Speise der Götter“ also Theobroma genannt. Der Kakaobaum gedeiht nur in tropischen Gebieten gut und wird daher nur in Gebieten bis etwa 20 Grad südlicher und nördlicher Breite angebaut, da hier das Klima perfekt warm und auch feucht ist. Außerdem verträgt der Kakaobaum keine direkte Sonneneinstrahlung und muss entsprechend mit Kakaomüttern geschützt werden. Kakaomütter sind Pflanzen, wie etwa Kokospalmen, Kautschuk, Mango oder Avocado und Bananenstauden, die den Kakaobaum vor zu viel Sonneneinstrahlung schützen. Auch einheimische Waldbäume werden für die Mischbepflanzung auf den Plantagen genutzt. Um auch vor Wind zu schützen, wird der Kakaobaum auf eine Höhe von 6 Metern Wuchs begrenzt. Dabei dient diese Höhe allerdings auch dafür, um die Ernte der Früchte zu erleichtern, da eine Kakaopflanze bis zu 15 Metern hoch werden kann.

Die Bestäubung der Kakaoblüten erfolgt nicht durch Bienen, sondern durch kleine Mücken. Im Alter von etwa 5 Jahren blüht der Baum das erste Mal und kann dann, ab dem 12. Jahr den vollen Ertrag bringen. Der Kakaobaum ist immergrün und trägt somit auch das ganze Jahr Früchte. Die Früchte, die je nach Sorte, grüngelb bis rot sind, können bis zu 500 Gramm wiegen und etwa 30 cm lang werden. Circa 50 Samen, also Kakaobohnen, sind im Fruchtfleisch eingebettet, die dann zu Kakaonibs verarbeitet werden. Die Ernte der Kakaofrüchte erfolgt zweimal jährlich in der Regel am Ende der Regenzeit bis zum Beginn der Trockenzeit und zu Beginn der nächsten Regenzeit. Allerdings ist die erste Ernte die hochwertigere.

 

Herstellung

Schokolade ist fast in aller Munde und allein im Jahr 2015 lag der durchschnittliche Kakaoverbrauch in Deutschland bei knapp 10 kg/pro Person. Dabei sind es nicht nur die Frauen, die auf die süße Masse nicht verzichten können. Denn laut einer britischen Studie essen Männer sogar mehr und öfter Schokolade als Frauen. Allerdings gaben mehr als 40 Prozent der Frauen an, süchtig nach Schokolade zu sein, während dies nur 15 Prozent der Männer behaupteten. Wie repräsentativ die Studie allerdings ist, ist nicht bekannt.

Allerdings hat Schokolade mehr Zusätze und ist weitaus ungesünder wie etwa Kakaonibs. Denn diese werden aus der Rohschokolade hergestellt und nicht mit weiteren chemischen Zusätzen und Zucker versetzt. Kakaonibs werden aus den Kakaoschoten des Kakaobaums hergestellt. Dabei werde die weichen Kakaobohnen zuerst geschält und ich kleine Stücke gebrochen, bevor sie fermentiert und schonend getrocknet werden. Insbesondere die Herstellung entscheidet über die Qualität der Kakaonibs und dabei ist es für die Herstellung sehr wichtig, dass 45° C nicht überschritten werden. Denn nur so können sie ihre Inhaltsstoffe in vollem Maße erhalten. Damit diese Temperatur nicht überschritten wird, werden die Kakaobohnen immer wieder per Hand gewendet, damit sich die hervorragenden Aromanuancen voll entfalten können.

Dabei sind die Kakaonibs die ursprünglichste Form des Kakaos und haben ein sehr leckeres und herbes Aroma. Schon die Inkas wussten sie zu schätzen und Kakaobohnen wurden in Südamerika sogar als Zahlungsmittel eingesetzt, so wertvoll waren sie.

Fazit

Kakaonibs sind eine hervorragende Alternative für Schokolade. Denn im Gegensatz zu herkömmlicher Schokolade sind die Kakaosamen gesund und haben alle Inhaltsstoffe, die in der Schokolade durch die Erhitzung verloren gingen. Kakaonibs heben die Stimmung und wirken sogar langfristig antidepressiv. Außerdem enthalten sie ein natürliches Aphrodisiakum und steigern die Leistungsfähigkeit und Gehirnaktivität. Zudem kann der Körper besser mit Stress umgehen und wird mit zahlreichen Vitaminen, Proteinen, Spurenelementen, Ballaststoffen und Antioxidantien versorgt. Sogar der Appetit wird durch Kakaonibs gezügelt und gegen Herz-Kreislauf-Beschwerden kann vorgebeugt werden. Kakaonibs sind also eine außergewöhnliche Möglichkeit den Körper mit Süßigkeiten zu verwöhnen.

Selbst Vegetarier und Veganer können ohne Angst Kakaonibs verzehren, da sie frei von tierischen Produkten und Zusatzstoffen sind. Durch den hohen Anteil an Kalzium und Magnesium wird der Körper gleichzeitig noch mit wichtigen Substanzen versorgt und es kann so zu keiner Mangelerscheinung kommen.

In Maßen und unregelmäßig verzehrt können Kakaonibs dem Körper Gutes tun. Auf lange Sicht gesehen sollten die kleinen Kakaosamen jedoch nicht regelmäßig verzehrt werden, da sie leicht abhängig machen können, wenn Personen dafür anfällig sind. Weiterhin sollten auch Menschen mit Schlafproblemen die Kakaonibs nur am Vormittag verzehren, da sie eine anregende Wirkung haben.

Zum Verfeinern von Speisen und Getränken sind sie allerdings unschlagbar und mit ihnen können hervorragende Gerichte, Süßspeisen oder auch Cocktails gezaubert werden. Alles in Allem sollte, zumindest gelegentlich, nicht auf diese hervorragenden und gesunden Kakaosamen verzichtet werden.

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Unser Autor R. S. ist Diplom Medienwirt (M.A.) und hat an der Universität Siegen studiert. Durch Zusatzqualifikationen zum Maschinenbautechniker und technischen Redakteur konnte er sich ein umfassendes Wissen rund um Maschinen, Anlagen und Sensoren aneignen. Sein Hauptberuf ist das Verfassen von Betriebsanleitungen, Arbeitsbeschreibungen, Produktdatenblätter und Informationsbroschüren. Die dort notwendigen Qualifikationen der genauen Recherche und der verständlichen Formulierung setzt er auch gewinnbringend bei seiner Autorentätigkeit ein. 
Die freiberufliche Autorentätigkeit übt er seit 2013 aus. Die genaue Recherche von Informationen, das Aufbereiten von Sachverhalten und die Formulierung zu gut lesbaren Texten ist ihm eine Leidenschaft. Zum Thema „Manuka Honig“ ist Herr S. über seine Freiberuflichkeit gestoßen und konnte bereits hunderte gut recherchierter und exzellent formulierter Texte zu diesem Thema abliefern. Glasklare, unmissverständliche Informationen, gewürzt mit interessanten Hintergrund-Informationen, pfiffigen Tipps und einer kleinen Prise Wortwitz sind das Rezept, welche die Texte von Herrn S. so erfolgreich machen. Wir arbeiten seit zwei Jahren mit Herrn S. zusammen und freuen uns nach wie vor jedes Mal auf´s Neue auf seine Beiträge. 

Quellenangabe

Flavanol and flavonol contents of cocoa powder products: influence of the manufacturing process. Abgerufen am 1. Mai 2019

COcoa Supplement and Multivitamin Outcomes Study – Full Text View – ClinicalTrials.gov.In: clinicaltrials.gov. Abgerufen am 12. November 2018.

Susanna C. Larsson, Agneta Åkesson, Bruna Gigante, Alicja Wolk: Chocolate consumption and risk of myocardial infarction: a prospective study and meta-analysis. In: Heart. Band 102, Nr. 13, 1. Juli 2016, ISSN 1355-6037, S. 1017–1022, doi:10.1136/heartjnl-2015-309203, PMID 26936339

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